Eine unsichtbare Gemeinsamkeit bringt uns dazu, in manchen Monaten mehr, und in anderen Monaten weniger Kinder zu zeugen. Im Kollektiv sozusagen. Demografen rätseln, ob es die Kultur, die Biologie oder die Weihnachtsgans ist, die zu dieser “Saisonalität der Geburten” führt.
Eine demografische Geschichte über Zeugungssex auf mehreren datenjournalistischen Ebenen. Befragen Sie die interaktive Zeitmaschine, um den jüngsten kulturellen Wechsel des Geburtenverhaltens in Deutschland zu verfolgen (und sehen Sie doch mal nach, ob Sie im oder gegen den historischen Trend gezeugt wurden).
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“Vier bis fünf Jahre beträgt aktuell der Abstand zwischen Geschwistern”, verkündete das Statistischen Bundesamtes (destatis) letzten Freitag (Pressemitteilung vom 06.01.2012). Hoppla, dachten sich einige Journalisten, das ist aber lang! So schrieb etwa der Tagesspiegel am nächsten Tag einen Artikel mit dem Titel “Auf Abstand” und schlussfolgerte gleich im ersten Satz: “Deutsche Eltern lassen sich Zeit”.
Verdenken kann man den Medien eine solche Bewertung kaum, denn fünf Jahre, das ist immerhin ein halbes Jahrzehnt. Und woher sollen die Journalisten auch wissen, dass die Geschwister-Abstände weniger dramatisch sind, als es in der Pressemeldung scheint? weiter…